1. Was ist eigentlich eine „Szenarioanalyse“?
Die Szenarioanalyse wurde in den 60-jahren von Herman Kahn entwickelt. Sie ist Heutzutage eine der beliebtesten Prognosemethoden. Das Ziel der Analyse ist die Entwicklung von verschiedenen alternativen Zukunftsbildern. Dabei ist zu beachten, dass die Entwicklungspfade erkennbar und die Zukunftsbilder plausibel sind.

Häufig gewählte Zukunftsbilder sind:
- "worst case" (Negativszenarion)
- "best case" (Positivszenarion)
- "most likely case"

Wenn man eine Szenarioanalyse erstellen will, muss man zuerst ein Thema festlegen. Wird ein interessantes Thema gefunden, werden im nächsten Schritt die Einflussfaktoren dafür erarbeitet. Um eine gute Grundlage zu haben, sollte man zwischen 60 und 100 Faktoren nachweisen können. Aus diesen Einflussfaktoren werden dann, durch die Bestimmung des Einflussgrades, die Schlüsselfaktoren herausgearbeitet. Die Schlüsselfaktoren beeinflussen das Szenario sehr stark und sollten deswegen genau betrachtet werden.
Als nächstes muss ein Ist-Stand zu dem Thema ermittelt werden. Durch genaue Recherche und verschiedene Quellen kann der Ist-Stand sehr genau formuliert werden. Bei der Erarbeitung der Zukunftsbilder wird z.B. auf vorhandene Prognosen und Statistiken zurückgegriffen, sollten sich in diesen Trends abzeichnen, können durch Weiterentwicklung erste Zukunftsbilder entstehen.

Die Einsatzfelder der Szenarioanalyse sind verschieden, tendenziell kann man zu jedem Thema Zukunftsbilder erstellen und aus deren Erkenntnissen profitieren. Beispiele von Szenarioanalysen findet Ihr unter folgenden Links:

Die Zukunft der bayerischen Abfallwirtschaft-Eine Szenarioanalyse zum Jahr 2030
http://www.bestellen.bayern.de/application/applstarter?APPL=STMUG&DIR=stmug&ACTIONxSETVAL(index.htm,APGxNODENR:29,USERxBODYURL:artdtl.htm,AARTxNR:stmug_abfall_00001)=X

Tanktourismus : eine Szenario-Analyse
http://hdl.handle.net/10419/22772

Die Zeichen stehen auf „grün“: Zukunftsvision für einen nachhaltigen Verkehr in Deutschland
http://isi.fraunhofer.de/isi-de/service/presseinfos/2011/pri11-4.php