Donnerstag, 17. Januar 2013
8. Negativszenario
Schlagzeile: Lehrernotstand!!
29.11.2025

"An immer mehr Schulen in Sachsen-Anhalt ist die Einhaltung der Stundenpläne kaum noch möglich. Frau H. von einer Sekundarschule in Magdeburg sagt folgendes: "Die Situation der Lehrer spitzt sich immer weiter zu, Jahre lange Überanstrengung fordert ihren Tribut. "Burnout" ist zurzeit der meist gehörte Begriff an den Schulen, trotzdem findet in der Landespolitik kein Umdenken statt. " Auf die Frage wie es so weit kommen konnte, antwortet Frau H.:"Seit Jahren wird an der Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts gearbeitet, Förderlehrer werden stundenweise von Schule zu Schule geschickt um dort in Klassen mit Förderbedarf unterstützend zu wirken. Von allen anderen Lehrern wird erwartet, dass Sie sich in ihrer Freizeit mit den sonderpädagogischen Bedürfnissen der Schüler auseinandersetzen und individuelle Lernkonzepte entwickeln. Da die Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf die unterschiedlichsten Förderschwerpunkte abdecken, ist dies eine nicht endend wollende Arbeit. Am meisten leiden die Schüler unter der Situation: ständig ausfallender Unterricht und keine Vertretungslehrer sind da noch die kleinsten Probleme. Durch die inkonsequente Haltung der Politik beim Thema Inklusion ist es nicht im vollen Maße möglich, Schüler mit Förderbedarf ausreichend zu unterstützen.
Mein Traumberuf des Lehrers hat sich in einen Albtraum verwandelt."

Aus der folgenden Statistik könnt Ihr entnehmen, dass der Anstieg der psychischen Erkrankungen bei Lehrern in den letzten Jahren exorbitant gestiegen ist.



Wie konnte es so weit kommen?
"In Deutschland ist im März 2009 die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
in Kraft getreten. Damit haben Kinder und Jugendliche mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf einen Rechtsanspruch darauf, gemeinsam mit Kindern ohne Förderbedarf unterrichtet zu werden."
(Quelle: "Gemeinsam lernen. Inklusion leben." Prof. em. Dr. Klaus Klemm, Bertelsmann Stiftung)

Zwischen 2009 und 2015 wurde in Sachsen-Anhalt von einigen Gruppen verstärkt versucht, die Inklusion voran zu treiben, leider blieben die Bemühungen auf lange Sicht eher erfolglos. Dabei waren es weniger die Bürger, welche sich offen gegen Inklusion aussprachen als jene, die unter dem Deckmantel der Zustimmung keinerlei Beitrag zur Umsetzung der Inklusion leisteten."